____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Allergie
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Als Allergie (seit 1905 von altgriechisch áŒÎ»Î»Î”Ïγία âFremdreaktionâ, aus áŒÎ»Î»ÎżÏ ĂĄllos âfremdâ und áŒÏÎłÎżÎœ Ă©rgon âReaktionâ) bezeichnet man eine ĂŒberschieĂende, krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf körperfremde, aber harmlose Umweltstoffe, die dann als Allergene oder Antigene bezeichnet werden.cite-ref-1[1] Die allergische Reaktion richtet sich gegen von auĂen kommende Stoffe, beispielsweise ĂŒber die Lunge, den Verdauungstrakt, die Haut, die Schleimhaut oder mit dem Blut.
Dagegen werden Autoimmunreaktionen, also ĂŒberschieĂende, krankhafte Reaktionen des Immunsystems gegen Bestandteile des eigenen Körpers, nur dann zu den Allergien gezĂ€hlt, wenn sie durch von auĂen in den Körper gelangte Stoffe ausgelöst werden.cite-ref-literaturquelle-1-2-0[2] Neben der Allergie gibt es weitere UnvertrĂ€glichkeitsreaktionen (Intoleranzen), z. B. die Pseudoallergie oder die Intoleranz, die mit einem Ă€hnlichen Krankheitsbild wie eine Allergie einhergehen. Aufgrund der Ă€hnlichen Symptome werden diese Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch fĂ€lschlicherweise oft synonym verwendet.
Contents
âą Verbreitung
⹠Auslöser
âą Allergene
âą Sensibilisierung
âą Symptome
âą Kreuzallergie
âą FrĂŒhtypen
⹠SpÀttyp
âą Allergietests
âą Hauttests
âą Therapie
âą Allergenkarenz
âą Prognose
âą Etagenwechsel
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte und Begriffsentstehung
Schon aus dem alten Ăgypten und aus dem alten Rom sind Krankheitsbeschreibungen bekannt, die man heute als Allergie bezeichnen wĂŒrde.cite-ref-literaturquelle-1-2-1[2]
Seine Beobachtung, dass manche Menschen Schnupfen und Atemwegsverengungen zeigen, wenn sie sich in der NĂ€he blĂŒhender Rosen aufhalten, bezeichnete der italienische Chirurg Leonardo Botallo 1565 als âRosenerkĂ€ltungâ. Eine von der Jahreszeit abhĂ€ngige Nasenerkrankung beschrieb 1819 der Londoner Arzt John Bostock. Dass GrĂ€serpollen die auslösende Ursache fĂŒr diesen âHeuschnupfenâ sind, erkannten 1870 Charles Blackley in England und unabhĂ€ngig von diesem Morrill Wyman an der Harvard University. 1903 löste der Deutsche Wilhelm P. Dunbar bei Versuchspersonen Heuschnupfensymptome durch mit Pollen versetzte Salzlösungen aus.cite-ref-3[3]
Der Begriff Allergie (griechische Ăbersetzung von âAnders-Reaktionâ, welche auch von Robert Koch bei Anwendung von Tuberkulin beschrieben wurdecite-ref-4[4]cite-ref-5[5]) wurde 1906 von Clemens von Pirquet, einem Wiener Kinderarzt, der Erscheinungen nach Erst- und Reinjektion von Diphtherieserencite-ref-6[6] untersuchte, in Analogie zu Energie geprĂ€gt in der Hinsicht, dass âder en-Ă©rgeia, einer körpereigenen (inneren) Kraft, eine all(o)-Ă©rgeia als Ausdruck von Reaktionen auf körperfremde Stoffe gegenĂŒbertreteâ.cite-ref-kluge-7-0[7] Pirquet definierte Allergie weit gefasst als âverĂ€nderte FĂ€higkeit des Körpers, auf eine fremde Substanz zu reagierenâ. In dieser Definition sind sowohl verstĂ€rkte (Hyperergie), verminderte (Hypoergie) wie auch fehlende (Anergie) ReaktivitĂ€ten einbezogen. Pirquet erkannte als erster, dass Antikörper nicht nur schĂŒtzende Immunantworten vermitteln, sondern auch Ăberempfindlichkeitsreaktionen auslösen können. Er gilt als BegrĂŒnder der klinischen Allergielehre.
Bereits 1902 hatten Charles Richet und Paul Portier (1866â1962) bei Hunden eine verĂ€nderte Reaktion auf eine niedrigdosierte Toxingabe beobachtet, nachdem die Versuchstiere eine Vergiftung mit diesen intravenös und hochdosiert verabreichten Toxinen ĂŒberstanden hatten. Diese nach zwei bis drei Wochen aufgetretene Ăberempfindlichkeit, welche trotz ungefĂ€hrlicher Toxindosis zum Tod der Tiere fĂŒhrte, nannte Richet Anaphylaxie. Der französische Physiologe Maurice Arthus konnte 1903 beobachten, dass auch nichttoxische Stoffe, nĂ€mlich âartfremde EiweiĂeâ, nach Vorbehandlung damit eine Ăberempfindlichkeit nach erneutem Einspritzen (Reinjektion) verursachen können.cite-ref-8[8] Im Jahr 1914 beschrieb der Pathologe Robert Rössle die allergische EntzĂŒndung.cite-ref-9[9]
Verbreitung
Allergien sind hÀufige Erkrankungen. Hierbei nehmen die Inhalationsallergien wie Heuschnupfen eine besonders prominente Stellung ein.
In Deutschland gaben zu Beginn der 1990er Jahre 9,6 % der Befragten beim Bundes-Gesundheitssurvey an, dass sie schon einmal Heuschnupfen hatten. Es gab in den alten BundeslÀndern einen deutlich höheren Anteil Betroffener (10,6 %) als in den neuen BundeslÀndern (5,8 %). Zwischen MÀnnern und Frauen war jeweils kaum ein Unterschied zu verzeichnen.cite-ref-rki-mauerfall-10-0[10]
Ende der 1990er Jahre waren beim BGS98 14,5 % der Bevölkerung (15,4 % der Frauen und 13,5 % der MĂ€nner) betroffen. Die HĂ€ufigkeit hatte somit sowohl in den alten als auch in den neuen BundeslĂ€ndern deutlich zugenommen. Bei den Frauen fiel diese Zunahme jeweils gröĂer aus, sodass sich bis 1998 ein geschlechtsspezifischer Unterschied herausgebildet hatte.cite-ref-rki-degs1-11-0[11]
Dass sich zwischen Anfang und Ende der 1990er Jahre nicht lediglich das Antwortverhalten der Befragten verĂ€ndert hat, sondern es sich um einen tatsĂ€chlichen Anstieg der HeuschnupfenhĂ€ufigkeit handelte, konnte durch vergleichende Analysen und durch Laboruntersuchungen herausgefunden werden. Auf der Basis von allergenspezifischen IgE-Tests wurde bei den Gesundheitssurveys die Sensibilisierung auf Inhalationsallergene stichprobenartig ĂŒberprĂŒft.cite-ref-12[12]
Im Nationalen Untersuchungssurvey 1990â1992 lag die Rate der Sensibilisierungen auf Inhalationsallergene â genau wie die HeuschnupfenprĂ€valenz â in den alten BundeslĂ€ndern (27,4 %) höher als in den neuen BundeslĂ€ndern (24,1 %). Die Gesamtrate betrug 26,7 %. Bis zum Ende der 1990er Jahre kam es gemÀà BGS98 zu einem deutschlandweiten Anstieg der Sensibilisierungsrate auf 31,2 %. Diese Zunahme war etwas weniger ausgeprĂ€gt als die beim selbst berichteten Heuschnupfen. Der Anstieg in West (auf 31,9 %) und Ost (auf 28,5 %) verlief Ă€hnlich.cite-ref-rki-mauerfall-10-1[10]
Thesen ĂŒber die Ursachen der Zunahme allergischer Erkrankungen
Eine befriedigende ErklĂ€rung fĂŒr die Zunahme allergischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten gibt es â wie auch fĂŒr die Zunahme der Autoimmunerkrankungen â bisher nicht, wohl aber einige Thesen:
Hygienehypothese
â
Hauptartikel
:
Hygienehypothese
Einige Forscher fĂŒhren den beobachteten Anstieg allergischer Erkrankungen in westlichen IndustrielĂ€ndern auf die sogenannte âDreck- und Urwaldhypotheseâ zurĂŒck. Diese geht von einer mangelnden Aktivierung (âUnterforderungâ) des Immunsystems â vor allem in der Kindheit und frĂŒhen Jugend â durch ĂŒbertriebene HygienemaĂnahmen aus. Es wird vermutet, dass der Kontakt zu bestimmten Bakterien insbesondere in den ersten Lebensmonaten wichtig ist, um das Immunsystem, das wĂ€hrend der Schwangerschaft eher Typ2-T-Helferzellen-lastig ist, wieder in Richtung einer Typ1-T-Helferzellen-Antwort zu lenken, die weniger mit allergischen Reaktionen in Zusammenhang stehen. Eine prominente Studie zum Thema ist die ALEX-Studie.cite-ref-pmid11597666-13-0[13]
RĂŒckgang parasitĂ€rer Erkrankungen
Die physiologische Funktion von IgE-Antikörpern, die bei Allergien eine wesentliche Rolle spielen, ist die Abwehr von Wurm- und anderem Parasitenbefall. Der RĂŒckgang parasitĂ€rer Erkrankungen könnte zu einer Umlenkung des Immunsystems auf andere, harmlose Strukturen fĂŒhren.cite-ref-pmid14755072-14-0[14] HierfĂŒr spricht die geringere HĂ€ufigkeit von Allergien in LĂ€ndern mit geringeren Hygienestandards. Da in den westlichen Industrienationen Parasitenbefall so gut wie nicht mehr vorkommt, bei allergischen Reaktionen aber eine verstĂ€rkte IgE-Antikörper-Bildung vorliegt, wird geprĂŒft, ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte. Eine Studie an 1600 Kindern in Vietnam zeigte, dass Kinder mit intestinalem Wurmbefall im Vergleich zu Kindern ohne Wurmbefall eine um sechzig Prozent verringerte Wahrscheinlichkeit einer Allergie gegen Hausstaubmilben hatten.cite-ref-pmid17157661-15-0[15] Jedoch gibt es derzeit widersprĂŒchliche Forschungsergebnisse,cite-ref-pmid16238789-16-0[16] so dass diese Hypothese noch nicht abschlieĂend beurteilt werden kann.cite-ref-pmid14755074-17-0[17]
Umweltverschmutzung
Allergene wie das Hauptallergen der Birke, Bet v 1, können sich an DieselruĂpartikel (auch Feinstaub) anheften und so beim Einatmen unter UmstĂ€nden in tiefere Lungenabschnitte gelangen. Es ist möglich, dass die DieselruĂpartikel als âTrĂ€gerâ der Allergene auch eine adjuvante (unterstĂŒtzende) Wirkung haben und somit eine Sensibilisierung fördern.
Die Umweltverschmutzung sorgt auch bei HaselstrĂ€uchern fĂŒr Stress und verĂ€ndert die EiweiĂbildung derart, dass die betroffenen Menschen immer heftiger darauf reagieren.cite-ref-19[19]
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums in MĂŒnchen haben herausgefunden, dass sich allergischen Reaktionen auf das BeifuĂblĂ€ttrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) verstĂ€rken, wenn dieses mit Stickstoffdioxid in Verbindung tritt. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Allergene und diese werden aggressiver. Die Pollen der Ambrosia zĂ€hlen zu den stĂ€rksten Allergieauslösern.cite-ref-20[20]
Kindliche Allergien durch Medikamente
Ein Zusammenhang zwischen Allergien und Impfungen besteht nicht.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]cite-ref-25[25] Im Gegenteil war in der DDR die Durchimpfungsrate deutlich höher (nahe 100 %) und zugleich die Allergierate niedriger als in der BRD (bis 1989)cite-ref-26[26]cite-ref-rki-antworten-27-0[27] und es gibt Hinweise darauf, dass Impfungen das Allergierisiko senken können.cite-ref-28[28]
Neu in der Diskussion sind Studien zur kindlichen Vitamin-D-Prophylaxe,cite-ref-pmid17157660-29-0[29] zu Paracetamolcite-ref-pmid16210062-30-0[30] und zur Antibiotikatherapie.cite-ref-pmid17413050-31-0[31]
Erhöhte Allergenexposition
Diese Ăberlegung bezieht sich darauf, dass aufgrund einer erhöhten Allergenexposition vermehrt Sensibilisierungen stattfinden könnten. Ursachen fĂŒr eine erhöhte Exposition könnten sein: die Zunahme des Pollenflugs infolge einer Stressreaktion von BĂ€umen auf die ErderwĂ€rmung oder Schadstoffbelastung, die Zunahme der Milbenexposition durch verbesserte Isolierung der HĂ€user, der vermehrte Konsum exotischer Lebensmittel wie Kiwi.
VerÀnderungen in der kommensalen Flora
VerĂ€nderungen in der kommensalen Flora könnten ebenfalls das Immunsystem beeinflussen und im Zusammenhang mit dem vermehrten Auftreten von Allergien stehen. VerĂ€nderungen in der Darmflora können durch den Einsatz von Antibiotika und durch moderne ErnĂ€hrungsgewohnheiten ausgelöst werden. Die Bakterienflora der Haut könnte durch die EinfĂŒhrung von Wegwerfwindeln verĂ€ndert worden sein.
Es wird diskutiert, ob Probiotika einen gĂŒnstigen Effekt auf die Entwicklung von Allergien haben könnten.
VerÀnderte Lebensgewohnheiten
Es gibt etliche weitere Faktoren, von denen ebenfalls vermutet wird, dass sie die Entstehung allergischer Erkrankungen begĂŒnstigen können. Dies sind Rauchen, Autoabgase, Stress, kleinere Familien, verĂ€nderte ErnĂ€hrung, aber auch ein verĂ€nderter individueller Lebensstilcite-ref-pmid18496466-32-0[32], der sich auf die Entwicklung von Atopie und Allergien auswirken könnte, wie die kĂŒrzere Stillzeit junger MĂŒtter und ein dadurch bedingtes höheres Allergierisiko des Kindes. Kinder von Frauen, die wĂ€hrend der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im spĂ€teren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen. FĂŒr einen optimalen Schutz ist aber ein anhaltender Kontakt zu Nutztieren oder Getreide nötig.cite-ref-pmid18448493-33-0[33]
Ursachen allergischer Erkrankungen
Die Ursachen von Allergien kann man in genetische und nicht genetische Faktoren unterteilen.cite-ref-literaturquelle-2-34-0[34]
Genetische Faktoren
Zu den genetischen Faktoren gehören: Disposition zur ĂŒberschieĂenden Bildung von Gesamt-IgE und allergenspezifischen IgE-Antikörpern, sowie deren Fixierung besonders an Mastzellen und basophilen Granulozyten von Haut und SchleimhĂ€uten (Atopie). Zu den genetischen Faktoren gehört auch eine verminderte AktivitĂ€t von Regulatorischen T-Zellen, deren Aufgabe es ist, die Aktivierung des Immunsystems zu begrenzen und dadurch die Selbsttoleranz des Immunsystems zu regulieren. Die allergische Reaktionsbereitschaft ist mit den HLA-Genen assoziiert.cite-ref-literaturquelle-2-34-1[34]
Eindeutig belegt ist ein erhöhtes Allergierisiko fĂŒr Kinder, bei denen entweder ein oder beide Elternteile Allergiker sind. Offensichtlich spielen aber mehrere genetische Faktoren zusammen, es gibt also nicht das eine âAllergie-Genâ. Es gibt eine Vielzahl von Kandidatengenen, die möglicherweise oder wahrscheinlich an der Entstehung allergischer Erkrankungen beteiligt sind. Auch scheinen unterschiedliche allergische Veranlagungen (z. B. Allergisches Asthma, Atopische Dermatitis) unterschiedlich genetisch determiniert zu sein.
Nicht genetische Faktoren
Gestörte Barrierefunktion der Haut
Ursache einer Allergie kann auch eine gestörte Barrierefunktion und eine damit verbundene erhöhte DurchlÀssigkeit von Haut und Schleimhaut sein, z. B. durch bakterielle oder virale Infekte oder durch chemische Irritation.cite-ref-literaturquelle-2-34-2[34]
Intensive Allergenexposition
Auch eine verstĂ€rkte Allergenexposition kann bei entsprechender Veranlagung zu Allergien fĂŒhren.cite-ref-literaturquelle-2-34-3[34] Diese Form der Allergie spielt besonders bei berufsbedingten Allergien eine Rolle.
Stress
Körperlicher oder psycho-sozialer Stress ist nicht Ursache einer Allergie. Stress beeinflusst aber das Immunsystem. Körperlicher und/oder psycho-sozialer Stress kann deshalb eine bestehende Allergie verstĂ€rken oder aber bei einer bestehenden Sensibilisierung Auslöser fĂŒr die allergische Erkrankung sein.cite-ref-literaturquelle-1-2-2[2]
Auslöser
Allergene
â
Hauptartikel
:
Allergen
Auslöser von Allergien sind Allergene. Hier reagiert das Immunsystem in ĂŒberempfindlicher Weise (Sensibilisierung) auf bestimmte Allergene. Allergene sind Antigene, also Substanzen, die vom Körper als fremd erkannt werden und eine spezifische Immunantwort auslösen. Diese normale körperliche Reaktion ist bei der Allergie fehlgeleitet, sodass eigentlich harmlose Antigene zu allergieauslösenden Allergenen werden. Es gibt eine Vielzahl von Allergenen. Meistens sind Allergene Polypeptide oder Proteine.cite-ref-literaturquelle-2-34-4[34]
Allergene können nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt werden:
âą nach der Allergenquelle (z. B. Tierallergene, siehe insbesondere Allergie gegen Katzenepithelien, Pollenallergene, Hausstaubmilbenallergene)
âą nach der Art des Kontakts mit den Allergenen (z. B. Inhalationsallergene, Nahrungsmittelallergene)
⹠nach dem Pathomechanismus, durch den die Allergene eine allergische Reaktion auslösen (z. B. IgE-reaktive Allergene, Kontaktallergene)
âą nach ihrer allergenen Potenz in Haupt- und Nebenallergene
⹠nach ihrer AminosÀuresequenz in bestimmte Allergengruppen (z. B. Gruppe-5-Graspollenallergene) oder in bestimmte Proteinfamilien (z. B. Lipocaline, Profiline).
Allergene können vom Körper durch Inhalation, durch Ingestion, durch Hautkontakt oder durch Injektion (darunter fallen auch Insektenstiche), aufgenommen werden.cite-ref-literaturquelle-2-34-5[34]
Nicht immunogene Substanzen
Allergien gegen Wasser und Zucker sind per Definition nicht möglich, da einer Allergie eine unangemessene Immunantwort auf ein Allergen zu Grunde liegt. Wasser und Zucker sind aber nicht immunogen und daher auch nicht âallergisierendâ. Eine Erkrankung, die gelegentlich als Wasserallergie bezeichnet wird, ist die extrem seltene aquagene Urtikaria (Wassernesselsucht). Als Wasserallergie wird hin und wieder auch eine Immunantwort auf im Leitungswasser gelöste Stoffe bezeichnet.
Siehe auch
:
Zuckerintoleranz
Sensibilisierung
â
Hauptartikel
:
Sensibilisierung (Medizin)
Eine Allergie setzt eine Sensibilisierung voraus. Unter Sensibilisierung versteht man den 1. Kontakt mit dem Allergen und der fĂŒr dieses Allergen spezifischen Immunantwort des Körpers. Diese Sensibilisierung verursacht keine Krankheitssymptome, kann aber im Blut nachgewiesen werden. Erst bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen nach Abschluss der Sensibilisierungsphase (5 Tage bis mehrere Jahre) treten bei Allergikern die allergischen Krankheitssymptome auf.cite-ref-literaturquelle-2-34-6[34]
Prophylaxe einer Sensibilisierung
Die beste Prophylaxe gegen eine Allergie ist die Vermeidung der Sensibilisierung. Das vollstÀndige Vermeiden von sÀmtlichen Allergenen ist unmöglich. Jedoch ist in bestimmten FÀllen die Vermeidung bzw. Verringerung der Belastung mit potentiellen Allergenen möglich und sinnvoll:
Vermeidung von Latex
Kinder, die mit offenem RĂŒcken (Spina bifida) geboren werden, haben ein sehr hohes Risiko einer Sensibilisierung gegen Latex. Es ist daher heute klinischer Standard, diese Kinder von Geburt an vor jedem Kontakt mit Latex (beispielsweise bei Latex-OP-Handschuhen) zu schĂŒtzen.
Stillen
Die optimale ErnĂ€hrung fĂŒr Neugeborene ist das ausschlieĂliche Stillen wĂ€hrend mindestens der ersten 4 Lebensmonate. Es gibt retrospektive Studien, die beobachtet haben, dass gestillte Kinder seltener an Allergien leiden als nicht gestillte.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36]
Hunde und Katzen
Es gibt auch Studien dazu, dass Haushunde und auch Hauskatzen vor Allergien schĂŒtzen können.cite-ref-doi10-1016-j-jaci-2013-04-009-37-0[37]cite-ref-doi10-1097-nne-0b013e31826f283d-38-0[38]cite-ref-doi10-1007-s11882-012-0277-0-39-0[39]cite-ref-doi10-1007-s11882-012-0288-x-40-0[40] Diese sammeln im Freien Allergene ein, die dann spĂ€ter zu Hause an das Kind abgegeben werden. Dessen Immunsystem wird dann dazu trainiert, die Fremdkörper zwar zu erkennen, diese aber als harmlos einzustufen. Zumindest in einer tierexperimentellen Studie an MĂ€usen hat dies funktioniert.cite-ref-doi10-1073-pnas-1310750111-41-0[41]
Arbeitsschutz
Die exogen-allergische Alveolitis ist meist eine Berufskrankheit, die durch die Inhalation von bestimmten StĂ€uben (z. B. Mehl bei der BĂ€cker-Lunge) verursacht wird. Durch entsprechende Arbeitsschutz-MaĂnahmen, wie das Tragen von Feinstaubmasken oder auch die Verwendung von Abzugshauben, kann der Allergenkontakt vermindert und die Mitarbeiter somit vor einer Sensibilisierung geschĂŒtzt werden.
Symptome
Das Risiko, an einer Allergie zu erkranken, wird durch genetisch fixierte PrÀdisposition, durch die aktuelle Abwehrlage der KörpergrenzflÀchen, durch HÀufigkeit und IntensitÀt der Allergenexposition und durch die allergene Potenz der betreffenden Substanz bestimmt.cite-ref-literaturquelle-2-34-7[34] Die Symptome einer Allergie können mild bis schwerwiegend und in einigen FÀllen sogar akut lebensbedrohlich sein. Expositionsbedingt kann es sein, dass die Symptome nur saisonal auftreten, etwa zur Zeit des entsprechenden Pollenflugs, oder dass die Symptome ganzjÀhrig auftreten, wie bei einer Allergie gegen Hausstaubmilbenkot.
Je nachdem, mit welchem Organ Allergene durch den Körper aufgenommen werden, entstehen bei der Allergie unterschiedliche Krankheitssymptome.cite-ref-literaturquelle-2-34-8[34] Allergiker können an einer Krankheitsform leiden, aber auch an Mischformen. Organmanifestationen können Respirationstrakt, Verdauungstrakt, Herz und Kreislauf, blutbildende Organe, Haut, Nieren, Gelenke und das Nervensystem betreffen.
Symptome durch Inhalationsallergene
Inhalationsallergien gehören zu den Typ-1-Allergien vom Soforttyp.cite-ref-blgl-42-0[42] Inhalationsallergene werden ĂŒber die Atmungsorgane aufgenommen und/oder gelangen ĂŒber die SchleimhĂ€ute von Nase und Augen in den Körper.cite-ref-institut-umweltforschung-43-0[43] Zu den Inhalationsallergenen gehören z. B. Allergene aus Pollen, Pilzsporen, tierischen Epithelien, Federstaub, Speichel, SchweiĂ, Urin und Kot, Milbenkot, InsektenschĂŒppchen, Holz- und Mehlstaub, Formaldehyd und Harzen.cite-ref-literaturquelle-2-34-9[34]
Inhalationsallergene lösen primĂ€r Atemwegssymptome aus, können sekundĂ€r aber auch Haut- und Darmsymptome sowie Kreislauf- und Nervenreaktionencite-ref-44[44] auslösen.cite-ref-literaturquelle-2-34-10[34] Typische allergische Erkrankungen durch Inhalationsallergene sind Allergische Rhinitis (Heuschnupfen), Konjunktivitis (BindehautentzĂŒndung), Hustenreiz, bronchiale HyperreaktivitĂ€t, Asthma bronchiale.cite-ref-institut-umweltforschung-43-1[43]
Symptome durch Ingestionsallergene
Ingestionsallergene werden durch den Mund bzw. den Verdauungstrakt aufgenommen. Manche Ingestionsallergene werden erst im Laufe des Verdauungsprozesses freigesetzt und vom Körper aufgenommen. Die Symptome einer Allergie gegen Nahrungsmittel oder gegen oral aufgenommene Medikamente können deshalb innerhalb weniger Minuten oder auch erst mehrere Stunden nach der Nahrungsaufnahme/Medikamenteneinnahme auftreten, obwohl es sich bei der Nahrungsmittelallergie um eine Typ-I-Soforttyp-Allergie handelt. Die Arzneimittelallergie kann in Form eines Arzneimittelexanthems auch als Typ-IV-SpÀtreaktion auftreten.cite-ref-literaturquelle-2-34-11[34]
Ingestionsallergene können bei entsprechend veranlagten und sensibilisierten Menschen primĂ€r Verstopfung, Brechdurchfall oder abdominale Koliken verursachen, ĂŒber die Aufnahme der Allergene durch das Blut auch Haut- und/oder Atemwegssymptome.cite-ref-literaturquelle-2-34-12[34]
Symptome durch Kontaktallergene
Kontaktallergene werden ĂŒber die Haut aufgenommen. Sie ĂŒberwinden die Barrierefunktion der Haut. Kontaktallergene können sowohl eine Sofortreaktion der Haut auslösen z. B. Kontakturtikaria oder auch eine SpĂ€treaktion (Typ-IV-SpĂ€ttyp-Allergie), die erst nach 12 bis 72 Stunden eintritt, z. B. das allergische Kontaktekzem.cite-ref-literaturquelle-2-34-13[34]
Symptome durch Injektionsallergene
Injektionsallergene werden durch Injektion oder Infusion in den Körper eingebracht. Die Barrierefunktion von Haut und Schleimhaut wird dadurch umgangen. Zu den Injektionsallergenen gehören tierische Gifte (z. B. von Bienen, Wespen, Feuerameisen, Quallen, Seeanemonen, Feuerkorallen) und Medikamente (z. B. Penicillin).cite-ref-literaturquelle-2-34-14[34]
Zu den typischen allergischen Reaktionen durch Injektionsallergene gehören eine gesteigerte örtliche Reaktion und/oder anaphylaktische Reaktionen.cite-ref-45[45]
Systemische Reaktionen
UnabhÀngig davon, mit welchem Organ Allergene vom Körper aufgenommen werden, kann eine Allergie auch systemische Reaktionen verursachen, die den gesamten Körper betreffen, z. B. Urtikaria und anaphylaktische Reaktionen.cite-ref-literaturquelle-2-34-15[34]
Kreuzallergie
â
Hauptartikel
:
Kreuzallergie
Unter einer Kreuzallergie versteht man eine Sensibilisierung gegenĂŒber biologisch oder chemisch verwandten Substanzen. Die Struktur dieser Substanzen ist teilweise identisch, so dass vom Immunsystem mehrere unterschiedliche Substanzen als Allergen erkannt werden können, obwohl eine Sensibilisierung nur gegen eine der Substanzen vorliegt. Beispielsweise können Allergiker gegen Birkenpollen auch auf Ăpfel allergisch reagieren. Die allergische Reaktion kann bei der Kreuzallergie bereits beim Erstkontakt erfolgen, wenn es vorher eine Sensibilisierung mit einer Ă€hnlichen Substanz gab.cite-ref-literaturquelle-2-34-16[34]cite-ref-daab-46-0[46]
Systematik von Allergien nach Pathomechanismus
Coombs und Gell haben 1963 als erste Menschen Allergien nach ihren pathophysiologischen Mechanismen in vier Typen eingeteilt, die sich ĂŒberlappen können:
FrĂŒhtypen
Die FrĂŒhtypen (Typ-I- bis Typ-III-Allergien), genannt auch allergische Sofortreaktionen, werden durch Antikörper vermittelt (humorale Allergie).cite-ref-literaturquelle-2-34-17[34]
Typ-I-Allergie (Soforttyp, anaphylaktischer Typ)
Die Typ-I-Allergie ist die hÀufigste Allergieform.cite-ref-ddg-47-0[47]
Bei der Typ-I-Allergie liegt eine Fehlfunktion der Regelung der IgE-Antikörper vor. IgE-Antikörper bewirken durch mehrere Mediatoren schon in geringen Mengen eine Erweiterung der BlutgefĂ€Ăe und steigern deren DurchlĂ€ssigkeit fĂŒr weiĂe Blutkörperchen. T-Zellen, die normalerweise die IgE-AktivitĂ€t auf ein vernĂŒnftiges MaĂ einschrĂ€nken, fehlen bei der Typ-I-Allergie oder sind zu wenig aktiv. Bei der Typ-I-Allergie werden durch die Vermittlung von IgE-Antikörpern EntzĂŒndungsmediatoren, z. B. Histamin, Leukotriene, Prostaglandine, Kallikrein, aus Basophilen Granulozyten und Mastzellen freigesetzt. Dadurch wird eine EntzĂŒndung von Haut, Schleimhaut oder eine systemische EntzĂŒndung hervorgerufen.cite-ref-literaturquelle-1-2-3[2]cite-ref-literaturquelle-2-34-18[34]cite-ref-ddg-47-1[47]
Die allergische Reaktion bei der Typ-I-Allergie erfolgt innerhalb von Sekunden bis Minuten. Eventuell ist eine zweite Reaktion nach 4 bis 6 Stunden möglich (verzögerte Sofortreaktion). Diese zweite Reaktion darf nicht mit der SpÀttypreaktion der Typ-IV-Allergie verwechselt werden.cite-ref-literaturquelle-2-34-19[34]
âą Heuschnupfen
âą Nesselsucht
⹠Angioödem
âą Anaphylaxie (anaphylaktischer Schock)
âą Arzneimittelallergien
âą Jones-Mote-Reaktion
Typ-II-Allergie (zytotoxischer Typ)
Bei der Typ-II-Allergie kommt es zur Bildung von Immunkomplexen aus membranstÀndigen Antigenen (z. B. Medikamenten, Blutgruppenantigenen) mit zirkulierenden IgG- oder IgM-Antikörpern. Dadurch werden das Komplementsystem oder zytotoxische Killerzellen aktiviert und es kommt zur Zytolyse (Zerstörung) körpereigener Zellen.cite-ref-literaturquelle-2-34-21[34]
Die allergische Reaktion bei der Typ-II-Allergie erfolgt nach 6 bis 12 Stunden.cite-ref-literaturquelle-2-34-22[34]
Typische Krankheiten fĂŒr die Typ-II-Allergie:cite-ref-literaturquelle-2-34-23[34]
⹠allergisch bedingte HÀmolytische AnÀmie
âą Thrombopenie
âą Agranulozytose
âą Paxillus-Syndrom
Typ-III-Allergie (Immunkomplextyp, Arthus-Typ)
Bei der Typ-III-Allergie werden Immunkomplexe aus prĂ€zipitierenden IgG- und IgM-Antikörpern und Allergenen gebildet. Dadurch werden Komplementfaktoren aktiviert, insbesondere C3a und C5a. Diese speziellen Teile des Komplementsystems fĂŒhren zur Phagozytose (aktiven Aufnahme) der Immunkomplexe durch Granulozyten unter Freisetzung gewebeschĂ€digender Enzyme, z. B. Elastase, Kollagenase, Myeloperoxidase.cite-ref-literaturquelle-2-34-24[34]
Die allergische Reaktion bei der Typ-III-Allergie erfolgt nach 6 bis 12 Stunden.cite-ref-literaturquelle-2-34-25[34]
Typische Krankheiten fĂŒr die Typ-III-Allergiecite-ref-literaturquelle-2-34-26[34]:
âą Serumkrankheit
SpÀttyp
Der SpÀttyp (die Typ-IV-Allergie), genannt auch verzögerte allergische Reaktion, wird durch spezifisch sensibilisierte T-Zellen vermittelt (zellvermittelte Allergie).cite-ref-literaturquelle-2-34-27[34]
Typ-IV-Allergie (verzögerter Typ)
Die Typ-IV-Allergie ist nach der Typ-I-Allergie die hÀufigste Allergieform.cite-ref-literaturquelle-1-2-5[2]
Bei der Typ-IV-Allergie werden Lymphokine aus spezifisch sensibilisierten T-Lymphozyten freigesetzt. Diese Lymphokine bewirken die Aktivierung bzw. Vermehrung von Makrophagen und mononukleĂ€ren Zellen sowie deren Wanderung an den Ort der Allergenbelastung. Dadurch erfolgt eine lokale Infiltration und EntzĂŒndung.cite-ref-literaturquelle-2-34-28[34]
Die allergische Reaktion bei der Typ-IV-Allergie erfolgt nach 12 bis 72 Stunden.cite-ref-literaturquelle-2-34-29[34]
Typische Krankheiten der Typ-IV-Allergiecite-ref-literaturquelle-2-34-30[34]:
⹠Allergisches Kontaktekzem (Kontaktallergie bei lÀngerem Kontakt der Haut mit einem Antigen)
âą Tuberkulinreaktion und andere Infektionsallergien (bei Gegenwart von Bakterien oder Viren)cite-ref-48[48]
⹠persistierende granulomatöse Reaktion
Allergietests
â
Hauptartikel
:
Allergietest
Auch ein positiver Allergietest ist allein kein Nachweis fĂŒr eine Allergie. Die Diagnose Allergie kann nur im Zusammenhang mit dem Allergietest und den klinischen Beschwerden gestellt werden. Durch den Hauttest und den Bluttest wird lediglich die Sensibilisierung gegen eine bestimmte Substanz nachgewiesen. Diese Testungen sagen wenig darĂŒber aus, ob ĂŒberhaupt Beschwerden bestehen oder ĂŒber die Art oder Schwere der Beschwerden. Mit den Provokationstests werden eine UnvertrĂ€glichkeit und das Beschwerdebild dieser UnvertrĂ€glichkeit nachgewiesen, aber nicht, ob es sich bei dieser UnvertrĂ€glichkeit tatsĂ€chlich um eine Allergie handelt.cite-ref-dan-49-0[49]
Hauttests
Hauttests werden als Standarduntersuchungen vorgenommen, wenn der Verdacht besteht, dass ein Patient allergisch auf eine Substanz reagiert. Beim Hauttest werden Allergenextrakte bzw. allergenhaltiges Material auf verschiedene Weisen mit der Haut in Kontakt gebracht. Sensibilisierte Betroffene zeigen nach definierten Zeiten lokale Reaktionen vom Sofort-Typ oder SpÀt-Typ. An ihnen kann abgelesen werden, gegen welche Allergene oder Allergenquellen der Patient sensibilisiert ist. Dieser Test kann unter UmstÀnden auch Hinweise auf den Schweregrad der allergischen Reaktion geben.
âą Pricktest: Die am hĂ€ufigsten angewendete Methode ist der Pricktest (auch skin prick test (SPT)), bei dem einzelne Tropfen von glyzerinisierten Allergenextrakten sowie Histamin und isotonische Kochsalzlösung (als Referenzen) auf den Unterarm oder den RĂŒcken aufgebracht werden. Bei dem Test werden mögliche Allergene in kleinen AbstĂ€nden voneinander aufgetragen. Durch die Tropfen hindurch wird mit einer Spezialnadel (Lanzette) etwa 1 mm in die Haut gestochen, damit die Allergene in diese gelangen. Nach ca. 15 Minuten kann die Sofortreaktion abgelesen werden. Wenn die Haut an den betreffenden Stellen rot ist und anschwillt, dann handelt es sich um eine allergische Reaktion.cite-ref-50[50]
âą Prick-to-prick-Test: Beim Prick-to-prick-Test wird erst mit der Lanzette in die vermutete Allergenquelle gestochen (FrĂŒchte) und dann in die Haut des Patienten.
⹠Intrakutantest: Beim Intrakutantest werden ca. 20 Mikroliter von wÀssrigen Allergenextrakten mit einer Tuberkulinspritze oberflÀchlich in die Haut injiziert.
âą Reibetest: Der Reibetest wird bei besonders empfindlichen Menschen angewandt. Der Arzt reibt den vermuteten Allergieauslöser an der Innenseite des Unterarms. Bei positiver Reaktion zeigen sich groĂflĂ€chige Rötungen oder Quaddeln.
⹠Scratchtest: Beim Scratchtest werden Allergenextrakte auf die Beugeseite des Unterarms gegeben und die Haut mit einer Lanzette 5 mm lang oberflÀchlich angeritzt. Dieser Test wird aber wegen seiner Ungenauigkeit selten angewendet.
âą Epikutantest: Unter anderem bei der Kontaktdermatitis wird ein Pflastertest angewendet, der Epikutantest oder Atopie-Patch-Test. Dabei werden die vermuteten Allergene in Vaseline eingearbeitet eingesetzt. Die Allergen-Vaseline-Mischungen werden auf zirka 1,5 Zentimeter im Durchmesser groĂe und zirka zwei Millimeter tiefe Aluminiumscheiben gebracht. Mit einem Pflaster werden diese Aluminiumkammern dann so auf die Haut am RĂŒcken oder an den Oberarmen des Patienten geklebt, dass die Allergen-Vaseline-Mischungen auf der Haut fixiert werden. Weil Kontaktdermatitiden SpĂ€t-Typ-Reaktionen sind, muss das Pflaster zwei bis drei Tage auf der Haut bleiben, bevor ein Ergebnis abgelesen werden kann. Problematisch bei diesem Test sind die geringe SensitivitĂ€t und die schlechte Reproduzierbarkeit. Der Atopie-Patch-Test wird daher derzeit bei Nahrungsmitteln nicht mehr empfohlen.
Provokationstests
Bei Provokationstests wird das vermutete Allergen dem Patienten nicht ĂŒber die Haut, sondern in anderer Form zugefĂŒhrt. Der wesentliche Vorteil der Provokationstests liegt darin, dass eine Beschwerde-Auslösung nachgewiesen werden kann und nicht nur wie beim Bluttest mittels Nachweis von IgE-Antikörpern eine Sensibilisierung. Da bei Provokationstests unerwartet heftige Krankheitszeichen bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auftreten können, sollten sie nur von einem allergologisch erfahrenen Arzt durchgefĂŒhrt werden, der erforderlichenfalls auch die entsprechenden NotfallmaĂnahmen durchfĂŒhren kann.
Rhinomanometrie
Bei allergischer Rhinoconjunctivitis (Heuschnupfen) kann zur Provokation ein Allergenextrakt in die Nase gesprĂŒht werden und anschlieĂend die allergische Reaktion gemessen werden, indem die Schwellung der Nasenschleimhaut mittels einer sogenannten Rhinomanometrie oder der Tryptase-Spiegel im Blut gemessen wird.
LungenfunktionsprĂŒfung
Bei allergischem Asthma erfolgt die Provokation durch die Inhalation eines Allergenextrakts mit anschlieĂender Erfassung der allergischen Reaktion mit einer LungenfunktionsprĂŒfung. Da Asthma meist mit einer bronchialen HyperregibilitĂ€t einhergeht, kann auch unspezifisch mit ansteigenden Konzentrationen einer Methacholin-Lösung provoziert werden (Methacholintest).
Doppelblinde plazebokontrollierte orale Nahrungsmittelprovokation
Bei schweren Nahrungsmittelallergien kann die double blind placebo controlled food challenge (Doppelblinde plazebokontrollierte orale Nahrungsmittelprovokation (DBPCFC)) angewendet werden. Dabei werden einer hypoallergenen Grundnahrung nach und nach verschiedene Nahrungsmittel so zugefĂŒgt, dass weder der Patient noch der Arzt das Nahrungsmittel erkennen kann. Dabei wird die VertrĂ€glichkeit beobachtet. So kann festgestellt werden, welche Nahrungsmittel allergische Reaktionen auslösen, und es können andersherum auch Nahrungsmittel identifiziert werden, die gefahrlos konsumiert werden können. Dieses Verfahren ist allerdings sehr zeitaufwĂ€ndig und kann i. d. R. nur stationĂ€r durchgefĂŒhrt werden.cite-ref-leitlinie-nahrungsmittel-51-0[51]
Blutuntersuchungen
IgE Antikörper
In Blutproben können IgE-Antikörper gemessen werden. Zum einen kann der Gesamt-IgE-Spiegel gemessen werden, der alle freien IgE-Antikörper erfasst. Dieser Wert ermöglicht eine Aussage darĂŒber, ob generell vermehrt IgE-Antikörper gebildet werden. Erhöhte Gesamt-IgE-Werte kommen aber nicht nur bei allergischen Erkrankungen vor, sondern auch bei Parasitenbefall und bestimmten hĂ€matologischen Erkrankungen.
Zum anderen können auch allergenspezifische IgE-Antikörper nachgewiesen werden. Hierbei werden also die IgE-Spiegel ermittelt, die sich konkret gegen eine Allergenquelle richten.
Die quantitative Messung von IgE-Antikörpern im Blut korreliert jedoch nur schlecht mit dem klinischen Bild. Das heiĂt, die Messung von IgE-Antikörpern im Blut erlaubt eine Aussage ĂŒber die Sensibilisierungen eines Allergikers, aber nur bedingt eine EinschĂ€tzung der Schwere der Symptome und gar keine Aussage ĂŒber die Art der Symptome. Es kann auch sein, dass allergenspezifische IgE-Antikörper trotz Sensibilisierung nicht nachgewiesen werden können.
ECP
Ein weiterer Parameter, der in Blutproben gemessen werden kann, ist das eosinophile kationische Protein (ECP). ECP wird von aktivierten Eosinophilen ausgeschĂŒttet. ECP ist ein EntzĂŒndungsparameter und wird zur Verlaufskontrolle bei allergischem Asthma oder bei atopischer Dermatitis bestimmt.
Tryptase
Tryptase kann ebenfalls in Blutproben nachgewiesen werden. Tryptase wird von aktivierten Mastzellen ausgeschĂŒttet und ist ein fĂŒr aktivierte Mastzellen hochspezifischer Parameter. Der Tryptase-Spiegel wird auch bestimmt zur Diagnostik beim anaphylaktischen Schock, zur postmortalen Diagnose beim Asthmatod, zur Diagnostik der Mastozytose und bei der Provokationstestung bei allergischer Rhinitis.
LTT
Durch einen Lymphozytentransformationstest (LTT) kann die Bestimmung sensibilisierter Lymphozyten nachgewiesen und quantifiziert werden. Dies kann bei bestimmten Typ-IV-(SpÀt-)Allergien sinnvoll sein.
Therapie
Allergenkarenz
Die Allergenkarenz, d. h. die Allergenvermeidung, ist bei sensibilisierten Personen die optimale Therapie, um eine Allergie zu vermeiden, da eine Allergie nur bei einem Kontakt mit dem entsprechenden Allergen auftreten kann. Eine fortgesetzte Allergenbelastung steigert die Immunantwort auf das Allergen, wÀhrend eine dauerhafte Allergenkarenz die Sensibilisierung zwar nicht aufhebt, die spezifische Immunantwort aber abschwÀcht. Wenn die strikte Vermeidung eines Allergens nicht möglich ist, sollte eine möglichst weitgehende Verringerung der Allergenbelastung erfolgen, da eine Allergie auch von der IntensitÀt der Allergenbelastung abhÀngt.cite-ref-literaturquelle-2-34-31[34]cite-ref-westend-52-0[52]
Bestimmte Produkte, wie milbendichte MatratzenbezĂŒge bei der Hausstaubmilbenallergie oder Pollenfilter in Klimaanlagen bei der Pollenallergie, helfen, den Allergenkontakt zu reduzieren. Auch wenn bei der Tierhaarallergie ein Verzicht auf Haustiere den Allergenkontakt stark reduziert, so sind Tierhaarallergene sehr stabil, werden verschleppt und können auch an Orten wie Schulen nachgewiesen werden, an denen normalerweise keine Tiere gehalten werden. Nahrungsmittelallergene hingegen können meistens sehr gut vermieden werden.
Im Jahr 1925 begrĂŒndete Willem Storm van Leeuwen (1882â1933) âantiallergische Kammernâ.cite-ref-53[53]
Medikamentöse Therapie
Die meisten Allergien werden mit Medikamenten behandelt, die das Auftreten von allergischen Symptomen mildern oder verhindern, aber keine Heilung von der allergischen Erkrankung bewirken können. Diese Antiallergika werden je nach Krankheitsform und Schwere der Erkrankung in unterschiedlichen Darreichungsformen (Tabletten, Nasensprays, Asthmasprays, Augentropfen, Cremes, Salben und Injektionen) und in unterschiedlichen Intervallen (bei akutem Bedarf, prophylaktisch, dauerhaft) angewendet.
Eingesetzte Wirkstoffe zur Allergiebehandlung sind
âą Antihistaminika (zum Beispiel Loratadin)
âą Adrenalin (bei schweren Reaktionen)
âą Glukokortikoide (zum Beispiel Prednison)
⹠Mastzellstabilisatoren (zum Beispiel CromoglicinsÀure)
âą Bei Asthma bronchiale
âą ÎČ2-Sympathomimetika (zum Beispiel Salbutamol)
âą Leukotrienrezeptor-Antagonisten (zum Beispiel Montelukast)
âą Theophyllin
âą Schwere akute FĂ€lle mit anaphylaktischem Schock sind lebensbedrohlich und erfordern Ă€rztliche NotfallmaĂnahmen. â Hauptartikel: Anaphylaxie
⹠Antihistaminika intravenös
⹠Adrenalin intramuskulÀr und intravenös
âą Glukokortikoide
âą Infusionen zum Volumenersatzcite-ref-ll-anaphylaxie-55-0[55]
Patienten, bei denen bekannt ist, dass sie Gefahr laufen, einen anaphylaktischen Schock zu erleiden (z. B. bei Insektengiftallergien), wird ein Notfallset mit Antihistaminikum, Glukokortikoid, eventuell einem InhalationsprÀparat und einem Autoinjektor mit Adrenalin verschrieben (Adrenalin-Pen), welches sie stets bei sich tragen sollten.cite-ref-ll-anaphylaxie-55-1[55]
Ausblicke
Verschiedene Wirkstoffe vor allem zur DĂ€mpfung der Immunreaktion werden derzeit auf ihre Eignung als Medikament getestet.
Hyposensibilisierung
â
Hauptartikel
:
Hyposensibilisierung
Die Hyposensibilisierung, auch Spezifische Immuntherapie (SIT), ist bislang die einzige verfĂŒgbare kausale Therapie bei Typ-I-Allergien. Bei der Hyposensibilisierung wird die allergenspezifische IgE-vermittelte Reaktionsbereitschaft des Immunsystems (Allergie vom Soforttyp, Typ-I-Allergie) herabgesetzt durch regelmĂ€Ăige Zufuhr des Allergens ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum in unterschwelligen, langsam ansteigenden Konzentrationen. Das Allergen oder das modifizierte Allergen (Allergoid) werden entweder unter die Haut gespritzt (subkutane Immuntherapie (SCIT)) oder als Tropfen oder Tabletten sublingual (sublinguale Immuntherapie (SLIT)) aufgenommen.cite-ref-literaturquelle-2-34-32[34]cite-ref-leitlinie-sit-56-0[56]
Voraussetzung fĂŒr eine erfolgreiche Hyposensibilisierung ist die Bereitschaft und FĂ€higkeit des Allergikers, die Therapie ĂŒber einen Zeitraum von drei Jahren, sowie die anschlieĂende Erhaltungstherapie, regelmĂ€Ăig durchzufĂŒhren. Die Indikation fĂŒr eine Hyposensibilisierung besteht fĂŒr Menschen ab 5 Jahre, wenn das verursachende Allergen nicht gemieden werden kann, die Wirkung der Hyposensibilisierung fĂŒr die behandelnde Erkrankung belegt ist und ein geeigneter Allergenextrakt verfĂŒgbar ist. Die Wirksamkeit der Hyposensibilisierung ist durch mehrere Studien fĂŒr Rhinokonjunktivitis bei Pollenallergie, fĂŒr das allergische Asthma bronchiale, fĂŒr die Hausstaubmilbenallergie, fĂŒr die Schimmelpilzallergie, fĂŒr die Tierhaarallergie und fĂŒr die Insektengiftallergie belegt.cite-ref-leitlinie-sit-56-1[56]
Auch konnte durch entsprechende Studien fĂŒr einige Produkte nachgewiesen werden, dass durch die Hyposensibilisierung das Asthmarisiko verringert und die Neusensibilisierung auf weitere Allergene reduziert wird. Aus diesem Grund sollte die Hyposensibilisierung bei Kindern und Jugendlichen frĂŒhzeitig erfolgen und solche Produkte gewĂ€hlt werden, fĂŒr die dieser Effekt nachgewiesen wurde.cite-ref-leitlinie-sit-56-2[56]cite-ref-pmid11591189-57-0[57]
Prognose
Nahrungsmittelallergien bei Kindern
Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht voll ausgereift. Kinder haben deshalb eine erhöhte Allergieneigung. Auch und gerade bei Kindern kann deshalb im Verlauf der Erkrankung eine Allergieform durch eine andere ersetzt werden oder zu einer Allergie eine weitere hinzutreten. Bei konsequenter Meidung des auslösenden Allergens verschwindet eine Nahrungsmittelallergie mit Reifung des Immunsystems meistens bis zum 5. Lebensjahr, vor allem die Kuhmilch- und die HĂŒhnereiallergie. Andere Nahrungsmittelallergien, z. B. die Erdnussallergie, haben allerdings nur eine geringe Besserungstendenz.cite-ref-pina-58-0[58]
VerÀnderte Reaktionsbereitschaft von Zellen
Besonders bei chronischem Verlauf der Typ-I-Allergie erhöht sich die Reaktionsbereitschaft von Mastzellen, Monozyten, sowie von basophilen und eosinophilen Granulozyten. Dadurch können die Symptome einer bestehenden Allergie verstÀrkt werden und/oder neue Allergien hinzutreten.cite-ref-literaturquelle-2-34-33[34]
Etagenwechsel
â
Hauptartikel
:
Etagenwechsel
Unter einem Etagenwechsel versteht man bei der Inhalationsallergie das Ăbergreifen IgE-vermittelter Allergiesymptome (Typ-1-Sofort-Allergie) von den Konjunktiven (Bindehaut des Auges) auf die Nasen- und Bronchialschleimhaut oder von den oberen Atemwegen auf die unteren Atemwege, ein Heuschnupfen wird zum allergischen Asthma. Auch das Hinzutreten weiterer Inhalationsallergien und/oder das Auftreten von Kreuzallergien wird als Etagenwechsel bezeichnet.cite-ref-literaturquelle-2-34-34[34]cite-ref-59[59]
Unbehandelt fĂŒhren 30â40 % aller Allergien gegen Inhalationsallergene zu einem Etagenwechsel.cite-ref-literaturquelle-2-34-35[34]
Pseudoallergien und Intoleranzen
Es gibt Krankheiten, deren Symptome einer Allergie gleichen, die jedoch nicht immunologisch bedingt sind. Diese Krankheiten werden als Pseudoallergie oder Intoleranz bezeichnet.
Bei der Pseudoallergie werden die allergieĂ€hnlichen Symptome ausgelöst, indem Mastzellen unspezifisch aktiviert werden. Wenn Mastzellen aktiviert werden und degranulieren, dann setzen sie eine Reihe von EntzĂŒndungsmediatoren (z. B. Histamin) frei. Es entsteht eine EntzĂŒndungsreaktion, die sich in allergieĂ€hnlichen Symptomen Ă€uĂert.
WÀhrend bei Allergien die Aktivierung der Mastzellen spezifisch erfolgt, nÀmlich dadurch, dass bestimmte Allergene an oberflÀchlich gebundene Antikörper binden können, so erfolgt die Mastzell-Aktivierung bei Pseudoallergien unspezifisch, also ohne Beteiligung der oberflÀchlich gebundenen Antikörper.
Abzugrenzen von der Pseudoallergie und der Allergie ist die Intoleranz, die ebenfalls allergieÀhnliche Symptome verursachen kann. Bei der Intoleranz handelt es sich um eine Stoffwechselstörung. Der Körper kann bestimmte Substanzen nicht oder nicht ausreichend verstoffwechseln, meistens aufgrund eines Enzymdefektes.cite-ref-60[60]
Arzt fĂŒr Allergologie
Die Ausbildung zum Allergologen ist eine Zusatzausbildung fĂŒr FachĂ€rzte. Dieser Facharzt ist also nur fĂŒr Allergien in seinem Fachbereich zustĂ€ndig. FĂŒr die Hauttestungen ist der Dermatologe mit der Zusatzausbildung Allergologie zustĂ€ndig. FĂŒr die mit Ă€hnlichen Symptomen auftretenden Pseudoallergien und Intoleranzen gibt es keine speziellen FachĂ€rzte.
Da sich beim Allergiker aber die Symptome nur in den seltensten FĂ€llen auf ein Organ beschrĂ€nken, der Kranke selbst gar nicht erkennen kann, ob seine Symptome von einer Allergie, einer Pseudoallergie oder einer Intoleranz herrĂŒhren und welche spezielle Diagnostik er benötigt, ist die Diagnose von UnvertrĂ€glichkeiten oft langwierig und schwierig, da man fĂŒr die Diagnose oft mehrere Ărzte aufsuchen muss.
Siehe auch
âą Allergiekarriere
âą Pathergie
Wiktionary: Allergie
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Literatur
âą Clemens von Pirquet: Allergie. In: MĂŒnchener Medizinische Wochenschrift. Band 30, 1906, S. 1457â1458 (erste ErwĂ€hnung des Begriffs âAllergieâ).
âą Björn M. Hausen, Ines K. Vieluf: Allergiepflanzen â Handbuch und Atlas. Kontaktallergene â Allergische FrĂŒhreaktionen. 2., erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 1997, ISBN 3-933203-48-1.
âą Claus Bachert, Bernd Kardorff: Allergische Erkrankungen in der Praxis. 2. Auflage.Uni-Med Verlag, Bremen 2001, ISBN 3-89599-505-3.
âą Cathleen Muche-Borowski et al.: Klinische Leitlinie: AllergieprĂ€vention. In: Deutsches Ărzteblatt. Nr. 106(39), 2009, S. 625â631 (Artikel).
âą BĂ€rbel HĂ€cker: Allergie. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 40â41.
⹠Tilo Biedermann, Werner Heppt, Harald Renz, Martin Röcken (Hrsg.): Allergologie. 2. Auflage. Springer, 2016, ISBN 978-3-642-37202-5, doi:10.1007/978-3-642-37203-2.
Weblinks
Commons
: Allergie
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Allergie im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Gesundheit AâZ â Allergien. In: rki.de. Robert Koch-Institut, abgerufen am 29. Juli 2023.
âą Allergieinformationsdienst. In: allergieinformationsdienst.de. Helmholtz Zentrum MĂŒnchen Deutsches Forschungszentrum fĂŒr Gesundheit und Umwelt (GmbH), abgerufen am 19. April 2020 (Aktuelle, wissenschaftlich geprĂŒfte Information aus allen Bereichen der Allergieforschung).
âą Allergien bei Kindern (0â6 Jahre). In: kindergesundheit-info.de. Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZgA), abgerufen am 19. April 2020.
âą Info-Portal â Allergien im Ăberblick. In: ecarf.org. European Centre of Allergy Research Foundation (Stiftung ECARF), abgerufen am 19. April 2020.
âą S3-Leitlinie AllergieprĂ€vention der Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie e. V. (DGAKI). In: AWMF online (Stand 2014)
âą S2k-Leitlinie Anaphylaxie, Akuttherapie und Management der Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie e. V. (DGAKI). In: AWMF online (Stand 2013)
âą S2k-Leitlinie IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergien, Management der Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie e. V. (DGAKI). In: AWMF online (Stand 2016)
âą S2k-Leitlinie (Allergen-) spezifische Immuntherapie bei IgE vermittelten allergischen Erkrankungen der Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie e. V. (DGAKI). In: AWMF online (Stand 2014)
âą S2k-Leitlinie Ăberempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel, Allergologische Diagnostik der Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie e. V. (DGAKI). In: AWMF online (Stand 2014)
âą S1-Leitlinie Vorgehen bei Verdacht auf UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber oral aufgenommenem Histamin der Deutsche Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie e. V. (DGAKI). In: AWMF online (Stand 2016)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Berufsverband Deutscher Internisten e. V., Allergie. Abgerufen am 24. Februar 2016.
cite-note-literaturquelle-1-22. â Herausgeber: Volker Friebel, Autoren: Ilse Ledvina, Armin RoĂmeier So arbeitet das Immunsystem 1. Auflage, Falken-Verlag GmbH, Niederhausen/Ts. 1992, S. 51â58, ISBN 3-8068-1253-5.
cite-note-33. â BĂ€rbel HĂ€cker: Allergie. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 40â41, hier: S. 40.
cite-note-44. â Gundolf Keil: Robert Koch (1843â1910). Ein Essai. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 73â109, hier: S. 85 und 92.
cite-note-55. â Vgl. auch Axel Trautmann: Allergiediagnose Allergietherapie. 2006 (doi:10.1055/b-0034-39566), S. 11 (- Online-Vorschau).
cite-note-66. â Lothar Kerp: Allergie und allergische Reaktionen. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1130â1159, hier: S. 1131.
cite-note-kluge-77. â Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage.
cite-note-88. â Lothar Kerp: Allergie und allergische Reaktionen. 1961, hier: S. 1130 (BegrĂŒnder der Allergielehre).
cite-note-99. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 56.
cite-note-rki-mauerfall-1010. â Robert Koch-Institut (Hrsg.) (2009): 20 Jahre nach dem Fall der Mauer: Wie hat sich die Gesundheit in Deutschland entwickelt? BeitrĂ€ge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes, S. 76â81, abgerufen am 28. November 2012.
cite-note-rki-degs1-1111. â U.Langen, R. Schmitz und H. Steppuhn, Robert-Koch-Institut, Berlin: HĂ€ufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland â Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) (PDF; 617 kB) Bundesgesundheitsblatt â Gesundheitsforschung â Gesundheitsschutz 2013, 56:698â706, Springer-Verlag, abgerufen am 26. November 2013.
cite-note-1212. â E. Hermann-Kunz und W. Thierfelder, Robert Koch-Institut, Berlin: Allergische Rhinitis und Sensibilisierungsraten â Nimmt die PrĂ€valenz wirklich zu? (PDF; 299 kB) Bundesgesundheitsblatt â Gesundheitsforschung â Gesundheitsschutz 2001, 44:643â653, Springer-Verlag, abgerufen am 28. November 2012.
cite-note-pmid11597666-1313. â J. Riedler, C. Braun-FahrlĂ€nder u. a.: Exposure to farming in early life and development of asthma and allergy: a cross-sectional survey. In: Lancet. Band 358, Nummer 9288, Oktober 2001, S. 1129â1133, ISSN 0140-6736. doi:10.1016/S0140-6736(01)06252-3. PMID 11597666.
cite-note-pmid17157661-1515. â C. Flohr, L. N. Tuyen u. a.: Poor sanitation and helminth infection protect against skin sensitization in Vietnamese children: A cross-sectional study. In: The Journal of allergy and clinical immunology. Band 118, Nummer 6, Dezember 2006, S. 1305â1311, ISSN 0091-6749. doi:10.1016/j.jaci.2006.08.035. PMID 17157661.
cite-note-pmid16238789-1616. â A. Zutavern, T. Hirsch u. a.: Atopic dermatitis, extrinsic atopic dermatitis and the hygiene hypothesis: results from a cross-sectional study. In: Clinical & Experimental Allergy. Band 35, Nummer 10, Oktober 2005, S. 1301â1308, ISSN 0954-7894. doi:10.1111/j.1365-2222.2005.02350.x. PMID 16238789.
cite-note-1919. â SRF Tagesschau vom 23. Februar 2014 ĂŒber Forscher der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen und UNI ZĂŒrich (Memento vom 29. Juli 2014 im Internet Archive)
cite-note-2020. â Focus Heft 35/15, vom 22. August 2015, S. 82
cite-note-2121. â Impfen macht nicht allergisch. In: Allergieinformationsdienst. Helmholtz Zentrum MĂŒnchen, 22. Januar 2019, abgerufen am 19. November 2021.
cite-note-2626. â Burkhard SchneeweiĂ, Michael Pfleiderer, Brigitte Keller-Stanislawski: Impfsicherheit heute. In: Deutsches Ărzteblatt. Band 105, Nr. 34â35. Deutscher Ărzte-Verlag, 25. August 2008, S. 590â595, doi:10.3238/arztebl.2008.0590 (aerzteblatt.de).
cite-note-rki-antworten-2727. â Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu den 20 hĂ€ufigsten EinwĂ€nden gegen das Impfen. 12. Impfungen fördern Allergien. RKI, 22. April 2016, abgerufen am 19. November 2021.
cite-note-2828. â Torsten SchĂ€fer: PrimĂ€r- und SekundĂ€rprĂ€vention. In: Tilo Biedermann, Werner Heppt, Harald Renz, Martin Röcken (Hrsg.): Allergologie. 2. Auflage. Springer, 2016, ISBN 978-3-642-37202-5, S. 658, doi:10.1007/978-3-642-37203-2_60.
cite-note-pmid17157660-2929. â I. Kull et al.: Early-life supplementation of vitamins A and D, in water-soluble form or in peanut oil, and allergic diseases during childhood. In: The Journal of allergy and clinical immunology. Band 118, Nummer 6, Dezember 2006, S. 1299â1304, ISSN 0091-6749. doi:10.1016/j.jaci.2006.08.022. PMID 17157660.
cite-note-pmid16210062-3030. â G. Davey et al.: Use of acetaminophen and the risk of self-reported allergic symptoms and skin sensitization in Butajira, Ethiopia. In: The Journal of allergy and clinical immunology. Band 116, Nummer 4, Oktober 2005, S. 863â868, ISSN 0091-6749. doi:10.1016/j.jaci.2005.05.045. PMID 16210062.
cite-note-pmid18496466-3232. â G. M. Corbo, F. Forastiere u. a.: Wheeze and asthma in children: associations with body mass index, sports, television viewing, and diet. In: Epidemiology. Band 19, Nummer 5, September 2008, S. 747â755, ISSN 1531-5487. doi:10.1097/EDE.0b013e3181776213. PMID 18496466.
cite-note-literaturquelle-2-3434. â Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 257. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1994, ISBN 3-11-012692-3.
cite-note-3535. â NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeit, Nahrungsmittelallergie, Nahrungsmittelintoleranz. (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive) In: AOK.de
cite-note-3636. â Dha-Allergien.de. (PDF) Dha-Allergien.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 10. Januar 2012; abgerufen am 10. September 2012.
cite-note-doi10-1016-j-jaci-2013-04-009-3737. â C. Pelucchi, C. Galeone u. a.: Pet exposure and risk of atopic dermatitis at the pediatric age: a meta-analysis of birth cohort studies. In: The Journal of allergy and clinical immunology. Band 132, Nummer 3, September 2013, S. 616â622.e7, ISSN 1097-6825. doi:10.1016/j.jaci.2013.04.009. PMID 23711545.
cite-note-doi10-1007-s11882-012-0277-0-3939. â J. Smallwood, D. Ownby: Exposure to dog allergens and subsequent allergic sensitization: an updated review. In: Current allergy and asthma reports. Band 12, Nummer 5, Oktober 2012, S. 424â428, ISSN 1534-6315. doi:10.1007/s11882-012-0277-0. PMID 22684981. (Review).
cite-note-doi10-1007-s11882-012-0288-x-4040. â S. C. Dharmage, C. L. Lodge u. a.: Exposure to cats: update on risks for sensitization and allergic diseases. In: Current allergy and asthma reports. Band 12, Nummer 5, Oktober 2012, S. 413â423, ISSN 1534-6315. doi:10.1007/s11882-012-0288-x. PMID 22878928. (Review).
cite-note-doi10-1073-pnas-1310750111-4141. â K. E. Fujimura, T. Demoor u. a.: House dust exposure mediates gut microbiome Lactobacillus enrichment and airway immune defense against allergens and virus infection. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 111, Nummer 2, Januar 2014, S. 805â810, ISSN 1091-6490. doi:10.1073/pnas.1310750111. PMID 24344318. PMC 3896155 (freier Volltext).
cite-note-blgl-4242. â Bayerisches Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Inhalationsallergie: Krankheitsbild, HĂ€ufigkeit, Auslöser, diagnostische MaĂnahmen. Abgerufen am 3. MĂ€rz 2016.
cite-note-institut-umweltforschung-4343. â Institut fĂŒr Umweltforschung e. V., Inhalationsallergene. Abgerufen am 1. MĂ€rz 2016.
cite-note-4444. â Michaela Haas Durch Schimmel und Hölle, SĂŒddeutsche Zeitung, 7./8. Oktober 2017 S. 47
cite-note-4545. â Leitlinie der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Allergologie und Immunologie (DGAI), Insektengiftallergie. Abgerufen am 3. MĂ€rz 2016.
cite-note-daab-4646. â Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB), Kreuzallergie. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2016.
cite-note-ddg-4747. â Deutsche Dermatologische Gesellschaft, Vereinigung deutschsprachiger Dermatologen e. V., Allergien erkennen â Leben retten. Abgerufen am 5. MĂ€rz 2016.
cite-note-4848. â Lothar Kerp: Allergie und allergische Reaktionen. 1961, S. 1153â1155 (Verzögerte allergische Reaktionen).
cite-note-dan-4949. â Netzwerk Deutscher Apotheker GmbH (DAN), Allergien. Abgerufen am 6. MĂ€rz 2016.
cite-note-5050. â Allergien. Abgerufen am 9. MĂ€rz 2022 (deutsch).
cite-note-leitlinie-nahrungsmittel-5151. â Leitlinie der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), des Ăzteverbandes Deutscher Allergologen (ĂDA) sowie der Gesellschaft fĂŒr PĂ€diatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), Standardisierung von oralen Provokationstests bei Nahrungsmittelallergien. Abgerufen am 5. MĂ€rz 2016.
cite-note-westend-5252. â Allergie- und Asthma-Zentrum Westend (AAZW), Pollen, Milben und Co. â Was tun bei Allergien? Abgerufen am 6. MĂ€rz 2016.
cite-note-5353. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 65.
cite-note-5454. â Govi-Verlag Pharmazeutischer Verlag GmbH: Pharmazeutische Zeitung online: Astragalus membranaceus: TCM-Pflanze gegen Allergie. In: www.pharmazeutische-zeitung.de. Abgerufen am 18. Juni 2016.
cite-note-ll-anaphylaxie-5555. â AWMF: Leitlinie Anaphylaxie (abgelaufen). Abgerufen am 27. MĂ€rz 2014.
cite-note-leitlinie-sit-5656. â S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): (Allergen-) spezifische Immuntherapie bei IgE vermittelten allergischen Erkrankungen (Stand 10/2014, online: AWMF-Register Nr. 061-004 (Memento vom 22. MĂ€rz 2016 im Internet Archive)) Abgerufen am 7. MĂ€rz 2016.
cite-note-pmid11591189-5757. â G. B. Pajno, G. Barberio u. a.: Prevention of new sensitizations in asthmatic children monosensitized to house dust mite by specific immunotherapy. A six-year follow-up study. In: Clinical and experimental allergy. Band 31, Nr. 9, September 2001, S. 1392â1397, ISSN 0954-7894. PMID 11591189.
cite-note-pina-5858. â pina e. V. - PrĂ€ventions- und Informationsnetzwerk Allergie und Asthma Allergien und Asthma bei Kindern und Jugendlichen, das PINA online-Buch (Memento vom 21. September 2020 im Internet Archive) Abgerufen am 14. Februar 2019.
cite-note-5959. â LungenĂ€rzte im Netz, Allergien, Krankheitsbilder. Abgerufen am 9. MĂ€rz 2016.
cite-note-6060. â Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung: Intoleranzen gegen Nahrungsbestandteile (Memento vom 12. Juni 2016 im Internet Archive)